Familiäres Umfeld ist der Trumpf für kleine Unternehmen

Familiäres Umfeld ist der Trumpf für kleine Unternehmen

Gestalteten die Generation Z-Veranstaltung: (v.l.n.r.) Thorsten Brinkmann, Prof. Dr. Antje-Britta Mörstedt, Dr. Roland Thomas, Thomas Sollich und Hans Hofste.

Ausbildung der „Generation Z“: 40 Teilnehmer*innen beim Unternehmerforum der Wirtschaftsförderung Bad Salzuflen und des Ausbildungsprojekts ALEXA

Die passenden Auszubildenden zu finden und für eine Ausbildung zu gewinnen, ist für immer mehr Unternehmen eine echte Herausforderung. Was sind die Gründe dafür? Was erwarten und wie „ticken“ die Jugendlichen eigentlich? Und kann man mit denen überhaupt noch was anfangen?

Um die „Generation Z“, also die jungen Menschen der Geburtenjahrgänge 1995 bis 2010, besser zu verstehen und deren Potenziale im Unternehmen nutzbar zu machen, haben die Wirtschaftsförderung Bad Salzuflen und das Ausbildungsprojekt ALEXA am 03.09.2019 zum Unternehmerforum Bad Salzuflen mit dem Titel „Generation Z – geht‘z noch?! So gewinnen Sie die Jugend für Ihr Unternehmen“ eingeladen.

Der Einladung folgten rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die im gastgebenden Unternehmen Sollich KG von Geschäftsführer Thomas Sollich und von Dr. Roland Thomas, Bürgermeister der Stadt Bad Salzuflen, begrüßt wurden. Thorsten Brinkmann, Leiter des JOBSTARTER plus-Projektes ALEXA „Ausbildung in Lippe mit Externem Ausbildungsmanagement“ der GILDE Wirtschaftsförderung Detmold, moderierte den Abend. „ALEXA richtet sich an kleine lippische Unternehmen, um diese von der Azubisuche bis zum Ausbildungsstart zu unterstützen – da liegt es nahe, sich mit der Generation Z, um die sich alles dreht, einmal ganz genau zu beschäftigen“, erläuterte Brinkmann.

Prof. Dr. Antje-Britta Mörstedt brachte die GenZ auf den Punkt

Diese Expertise brachte die Generation Z-Fachfrau Prof. Dr. Antje-Britta Mörstedt von der PFH Göttingen mit ihrem mitreißenden Fachvortrag ein, der auf den Ergebnissen ihrer Studie basiert, für die 1.139 Schüler*innen der Generation Z  befragt wurden. Zu Beginn stellte sie einen generationellen Gesamtkontext von den Baby-Boomern über die Generationen X, Y bis zu Z her.

Darauf basierend konnte sie die gemeinsamen Einstellungen und Verhaltensweisen der Generation Z explizit darstellen und zeigen, wie sich diese Charakteristika auf die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt auswirken. „Der Beruf muss zum Leben passen, denn Leben, Freizeit, Familie – das ist zentral für die Generation Z“, konstatierte Prof. Dr. Mörstedt, „dem müssen sich die Unternehmen ein Stück weit anpassen, denn wir haben keine anderen“. Sie fügte hinzu, dass gerade diese Generation über eine Vielzahl an Potentialen verfügt, die den Unternehmen insbesondere auf dem Weg in die digitalisierte Zukunft zu Gute kommen werden. „Die Generation Z schätzt Feedback und kommt gut mit klaren Ansagen zurecht – die Jugendlichen sind also voll ausbildungsfähig“, ermutigte Prof. Dr. Mörstedt und gab den Klein- und Kleinstunternehmen einen besonderen Tipp: „Ihr großer Vorteil ist das familiäre Umfeld – spielen Sie diesen Trumpf bei den Azubis aus!“.

Generation Z und kleine Unternehmen – das passt optimal zusammen

In der anschließenden Diskussion kamen zahlreiche Fragen des Publikums zur Sprache. Moderator Thorsten Brinkman diskutierte mit Thomas Sollich, Dr. Roland Thomas und Prof. Dr. Antje-Britta Mörstedt.

Hans Hofste von der Wirtschaftsförderung Bad Salzuflen und Organisator des Unternehmerforums zeigte sich sehr zufrieden mit der nachhaltigen Resonanz beim Auditorium: „Wir haben sehr gutes Feedback erhalten – eine rundum gelungene Veranstaltung.“

Simon Gröger

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