Pressemitteilung

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Schützenhilfe für Jobstarter: Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Rachel zu Gast beim lippischen Ausbildungsprojekt ALEXA in Detmold

Hoher Besuch im Detmolder GILDE-Zentrum: Pünktlich zum „Tag der Ausbildungschance“ und unmittelbar nach Verabschiedung des „Kraftpaketes“ zur Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie besuchte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung Thomas Rachel das lippische JOBSTARTER-Ausbildungsprojekt ALEXA. ALEXA-Projektleiter Thorsten Brinkmann und AZUBI–Coach Heike Görder begrüßten den ausgewiesenen Experten zum Thema Ausbildung und diskutierten mit ihm die aktuellen, corona-bedingten Herausforderungen auf dem Ausbildungsmarkt.

Ebenso an der Diskussion nahmen die lippischen Mitglieder des Bundestages Kerstin Vieregge und Christian Haase teil sowie der Schulleiter des Lüttfeld-Berufskollegs Manfred Kreisel. „Mit dem Projekt Ausbildung in Lippe mit externem Ausbildungsmanagement, kurz ALEXA, ist Lippe sehr gut aufgestellt“, freute sich Staatsekretär Thomas Rachel. Für Rachel stehen derzeit nicht nur große Betriebe im Fokus, sondern gerade kleine und Kleinst-Betriebe benötigten gezielte Hilfe und Unterstützung. „Wir müssen sicherstellen, dass vor allem die kleineren und Familien-Unternehmen ihre Ausbildungszusagen auch erfüllen können“, unterstützt Görder die Intention aller Akteure, „eine finanzielle Unterstützung kann da eine erste Hilfe sein.“

Aber auch mit Abschluss des Ausbildungsvertrages ist die Aufgabe von ALEXA nicht beendet, denn die Weiterbetreuung der vermittelten Jugendlichen durch das Projekt ALEXA ist ein wichtiger Gradmesser: „Der Wille, den Nachwuchs auszubilden, ist überall weiterhin da“, so Heike Görder, die nicht nur die Jugendlichen, sondern auch die Betriebe betreut und berät.

Das Jobstarter-Projekt ALEXA mit dem Angebot des AZUBI-Coachs am Lemgoer Berufskolleg Lüttfeld wird als eines von 12 bundesweiten Projekten gefördert – „sehr gut angelegtes Geld“, wie Staatssekretär Rachel nach dem intensiven Gespräch hervorhob.

„Die Besetzung dieser Position als AZUBI-Coach mit einer ausgebildeten Betriebswirtin, die Ausbildungserfahrung hat, unternehmerisches Denken mitbringt und die Jugendlichen auch für die Problematiken aus Sicht des Chefs sensibilisiert, ist äußerst sinnvoll – und wünschenswert für alle Berufskollegs und viele abgebende Schulen“, erkennt Thomas Rachel den Bedarf eines AZUBI-Coachings an Schulen. Schulleiter Manfred Kreisel ergänzt: „Unser Azubi-Coach erfährt durch die Schülerinnen und Schüler und auch durch das Kollegium völlige Akzeptanz. Sie bringt neue Vorgehensweisen und Perspektiven mit, setzt diese gezielt mit den Bildungsgang – und Klassenleitungen um. Alle Beteiligten profitieren von dieser Unterstützung“.

Dennoch sehen Manfred Kreisel und Heike Görder gerade in diesem Schuljahr besonderen Handlungsbedarf und beschrieben die derzeitige Situation als sehr ungewiss: „Einzelne Branchen sind im Bereich der Ausbildung nach wie vor stark, bei anderen steht es derzeit total in den Sternen, wie es weitergeht“. Gerade für Jugendliche, die vom Jobstarter-Projekt des GILDE-Zentrums betreut werden, sei diese Unsicherheit auch menschlich belastend. Deshalb geht man bei ALEXA auch weiter in die Offensive: „Wir haben gerade eine Broschüre entwickelt, die sich mit 20 plus einem Tipp an ausbildungswillige Jugendliche richtet“, erklärt Thorsten Brinkmann.

Mit den Beschlüssen der Großen Koalition von Mittwoch hatte der Parlamentarische Staatssekretär gute Nachrichten im Gepäck: Für jeden neu geschlossenen Ausbildungsvertrag erhalten kleine und mittelständische Unternehmen eine einmalige Prämie in Höhe von 2.000 Euro. Unternehmen, die die Zahl ihrer Ausbildungsplätze erhöhen, bekommen sogar 3.000 Euro pro Platz. „Es gilt jetzt, jeweils regional und branchenspezifisch zu agieren“, so Rachel. AZUBI-Coach Görder und Projektleiter Brinkmann zeigten sich zuversichtlich, dass diese finanzielle Unterstützung eine große und direkt Hilfe auf beiden Seiten sein wird. „Hier wird gezielt den Betrieben geholfen und damit den Jugendlichen“ betont abschließend Heike Görder, „ich freue mich schon, diese guten Nachrichten den Betrieben überbringen zu können.“

borowiec

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